Die Bundestagswahl hat auch im Landkreis Diepholz zu einem deutlichen Rechtsruck geführt. Die AfD konnte hier wie bundesweit erhebliche Stimmengewinne verzeichnen. Der AWO Kreisverband Diepholz zeigt sich angesichts dieser Entwicklung alarmiert und sieht dringenden Handlungsbedarf.

„Die Wahlergebnisse sind erschreckend, auch wenn sie leider nicht überraschend kommen“, erklärt Jonathan Kolschen, Kreisvorsitzender der AWO Diepholz. „Dass eine Partei, die in weiten Teilen rechtsextreme Positionen vertritt, so viel Zuspruch erhält, ist ein Alarmsignal für unsere Demokratie. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, sondern müssen uns dieser Entwicklung entschieden entgegenstellen.“

Falk Brozio, stellvertretender Kreisvorsitzender der AWO Diepholz, betont: „Im Wahlkampf sind die wirklich drängenden Themen wie soziale Sicherheit und Chancengleichheit viel zu kurz gekommen. Wenn die demokratischen Parteien es nicht schaffen, die Sorgen und Nöte der Menschen aufzugreifen, und stattdessen teilweise sogar mit rechtsextremen Kräften sympathisieren, dann ist ein solches Wahlergebnis die logische Konsequenz.“

Der AWO Kreisverband Diepholz fordert die demokratischen Parteien auf, schnellstmöglich eine stabile und zukunftsorientierte Regierung zu bilden. „Die Antwort auf den Erfolg der AfD muss eine Politik sein, die den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärkt“, so Kolschen. „Wir brauchen einen starken Sozialstaat, der sicherstellt, dass niemand zurückgelassen wird. Dazu gehören entschlossene Maßnahmen gegen Armut, Investitionen in Bildung, Gesundheit und bezahlbaren Wohnraum sowie eine gerechte Steuerpolitik. Die Schuldenbremse muss überdacht werden, um diese Ziele zu erreichen.“

Brozio ergänzt: „Als AWO stehen wir bereit, uns aktiv in die Diskussion um Lösungen für diese demokratische Krise einzubringen. Wir stehen an der Seite derjenigen, die die Folgen dieses Wahlergebnisses besonders hart treffen könnten. Von allen demokratischen Parteien erwarten wir ein klares Bekenntnis zum Sozialstaat und zu den Institutionen, die ihn tragen.“

Der AWO Kreisverband Diepholz wird sich auch in Zukunft unermüdlich für soziale Gerechtigkeit und Solidarität einsetzen. „Wir lassen nicht zu, dass unsere Gesellschaft gespalten wird. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen werden wir weiterhin für eine solidarische und inklusive Gesellschaft kämpfen“, so Kolschen abschließend.

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